150. Geburtstag von Albert Schweitzer Fortsetzung

 Wenn man A. Schweitzer eigene Worten zuhört, erkennt man sein grosses Herz, das in

immerwährende Sorge um die Leidenden in dieser Welt ist.

 

Aus einer weiteren Stelle aus seinem biographischen Werk „Zwischen Wasser und

Urwald“, München 1926, geht hervor, welch unendliches Mitgefühl er für leidende

Menschen besaß, darin ähnlich wie Mutter Theresa, und wie selbslos, rührend und

aufopfernd er um für die Ärmsten unter den Armen bemüht er war:

 

Die, die an sich erfuhren, was Angst und körperliches Weh sind, gehören in der ganzen

Welt zusammen. Ein geheimnisvolles Band verbindet sie. Miteinander kennen sie das

grausige, dem der Mensch unterworfen sein kann, und miteinander die Sehnsucht,

vom Schmerz frei zu werden. Wer vom Schmerz erlöst wurde, darf nicht meinen, er sei

nun wieder frei und könne unbefangen ins Leben zurückzutreten, wie er vordem darin

stand. Wissend geworden über Schmerz und Angst, muss er mithelfen, dem Schmerz

und der Angst zu begegnen, soweit Menschenmacht etwas über sie vermag, und 

andern Erlösung zu bringen, wie ihm Erlösung ward.

Wer durch ärztliche Hilfe aus schwerer Krankheit gerettet wurde, muß mithelfen, dass

die, die sonst keinen Arzt hätten, einen Helfer bekommen, wie er einen hatte.

Wer durch eine Operation vom Tode oder der Qual bewahrt wurde, muß mithelfen,

dass da, wo jetzt Tod und Qual noch ungehemmt herrschen, der barmherzige

Betäubungsstoff und das helfende Messer ihr Werk beginnen können…

Wo das Todesleiden eines Menschen hätte furchtbar werden können, durch die

Kunst eines Arztes aber sanft werden durfte, müssen die die, sein Lager umstanden,

mithelfen, dass anderen derselbe letzte Trost für ihre Lieben zuteil werden könne.

Dies ist die Brüderschaft der vom Schmerz Gezeichneten.“

 

Michael Esser, der Autor dieses Aufsatzes mit Zitaten aus dem Buch Albert

Schweitzersverzichtete selbstlos, idealistisch und aufopferungsvoll auf eine

(juristische) berufliche Karriere und den damit verbundenen Einnahmen, um

ehrenamtlich die Mühen der Aufgabe zu übernehmen das ASH 20 Jahre lang zu

leiten. Er verkörperte regelrecht den "guten Geist" der Institution „Verein Albert-

Schweitzer-Haus“. Es gelang ihm, viele namhafte, interessante, mitunter auch

internationale Referenten, Heiler, spirituelle Lehrer und Autoren für geistige Themen

aus aller Welt für das Haus man zu gewinnen.

 

Aus dem bisher Gesagten wird erkennbar, dass Albert Schweitzer nicht nur

Namensgeber, sondern auch Inspirator und Vorbild für die Ziele des ASH ist. 

Tatsächlich ging es in der ursprünglichen Leitidee bzw. dem Gründungs-Motto des

Hauses (vor der Gründung des Verein "Albert-Schweitzer-Haus" als Vortrags-Haus)

um ein "Albert-Schweitzer-Gesundheitshaus", mit den 3 Säulen: 

1. Gesunde Ernährung,

2. Unterbringung von Kindern in Not, und

3. gesundheitliche Übungen sowie Vorträge über Gesundheit. 

In diesem Zusammenhang hatte die Gründerin des ASH, Emma Schubmehl, bereits

1961 Albert Schweitzer einen Brief geschrieben, in dem sie ihn um Erlaubnis bat, ein

"Haus der Gesundheit" nach seinem Namen benennen zu dürfen. 

Schweitzer war damit (in einem heute noch erhaltenen Antwortbrief von 1961, siehe

nachstehenden Transkript einverstanden. 

Albert Schweitzer war gläubiger Christ und pflegte Überzeugungen, die in der

christlichen Tradition verwurzelt waren. Aber zugleich war er, wie das ASH, in aufrichtiger

Weise offen für andere Formen der spirituellen Suche: in seinen Schriften kann man

erkennen, dass seine geistige Konzeption des Lebens der Weltanschauung der

Theosophie sehr nahe  steht. 

Die Theosophie war ein weltanschaulischer Schmelztiegel (Synkretismus) zwischen

Ideen und Religionen aus Ost und West, um  diese zu verbinden in Form einer

universellen Weisheit über das Leben und das Göttliche. Anbetracht des sehr frühen

Zeitpunktes (1875) ihrer Gründung, kann man sagen, dass die theosophische

Gesellschaft (1875) sehr fortschrittlich darin war, universelle Gedanken im Bereich

des Weltbildes und der Religion vorzubringen. 

Tatsächlich ist durch einen Brief von Albert Schweitzer an den Musiker und

Dirigenten Bruno Walter belegt, dass Schweitzer in frühen Jahren mit Rudolf Steiner

befreundet war. Schweitzer wurde Rudolf Steiner durch Annie Besant in Straßburg

vorgestellt. In folgendem Brief von Albert Schweitzer, in dem er seine Begegnung

mit Rudolf Steiner kommentiert, wird seine geistige Sichtweise offenbar:

"Ich werde über unser Treffen in Straßburg schreiben, bei dem Annie Besant uns

vorgestellt hat. Ich kann mich noch an unsere Gespräche erinnern. Sie inspirierten

mich, weiter mit ihm umzugehen und mir seiner Bedeutung bewusst zu bleiben.

Was wir beide teilen, ist der Wunsch, die Unzivilisierten durch die Zivilisation zu

ersetzen.

In Straßburg wurde uns beiden klar, dass wir diese Beziehung hatten. Er erwartete,

dass die Zivilisation aus ethischem Denken und aus den Einsichten der Geistes-

wissenschaften hervorgehen würde. In Bezug auf meinen eigenen Charakter

musste ich mich daran halten, dass die Zivilisation aus einem Eintauchen in das

wahre Wesen des Ethischen hervorging.

Auf diese Weise kam ich zur Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben, die hoffentlich

die Entstehung der Zivilisation anregen wird. Mir ist klar, dass Rudolf Steiner es sehr

bedauert hat, dass ich mich an die alte Denkweise gehalten habe, aber wir fühlten

beide  die gleiche Verpflichtung, die Menschen zurück in die wahre Zivilisation zu

führen. Ich war erfreut darüber, was er mit seiner großen Persönlichkeit und seiner

tiefen Menschlichkeit in der Welt erreicht hat. Jeder sollte der Straße folgen, die ihm

gehört...".

 

Um dem neu entstandenen "Vortragshaus für geistige Themen" eine Form zu geben,

wurde schliesslich am 15. August 1967 der Verein "Albert-Schweitzer-Haus" gegründet,

womit dafür  die Ausrichtung auf die Ethik und die Ideale von Schweitzer weiterhin

beibehalten und betont wurde.

Seit nunmehr fast 60 Jahren dient das "Albert-Schweitzer-Haus der geistigen

Betrachtung des Lebens.

Anmerkung: Es gehört zu der geschilderten ethischen Achtung vor dem Leben, dass

man  sich bewusst wird und beanstandet, dass ein Mensch, dem nach dem so

genannten  "klinischen Tod" Organe zur Transplantation entnommen werden, ganz

anders als von offizieller Stelle behauptet wird, noch genügend am Leben ist, um

darunter zu leiden.

Auch in späteren Reinkarnationen hinterlässt dieser Eingriff erfahrungsgemäß

horrende Spuren, aufgrund der Spuren im Ätherkörper.

Siehe hierzu folgenden, wegen der neuen Gesetzeslage hoch aktuellen und

enthüllenden Artikel, auch aus geistiger Sicht, der gern weiter empfohlen werden

kann (zum Lesen des vollständigen Artikels bitte auf folgenden Link klicken):  

 https://www.ashbonn.de/index.php?id=22&lang=1&tid=31&detail=1&typ=2

 

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